Stereo-Eintakter mit der 807 Röhre (2007)


807

Die 807 gehört zu der Gattung der Bündelstrahl-Tetroden (Beam-Power-Tetrode). Sie wurde als Leistungsendtufen-Röhre im Amateurfunk-Bereich eingesetzt. Kein Grund, sie auch nicht mal mit Musiksignalen zu versorgen... Bei Röhren-Kennern klingt sie eher röhrenuntypisch und basslastig. Ich tue mich mit dem Klang von Röhren im Einzelnen sehr schwer, gehört doch die Schaltungsumgbung unmittelbar dazu und gerade die Wahl des Arbeitspunkt und Qualität der Teile und deren Kombinationen bestimmen den Klirrfaktor und den resultierenden Klang !? Okay...


TS4

Wie immer erfolgt der Aufbau auf Basis eines Tabletts oder Schublade aus dem Baumarkt. Die Verdrahtung erfolgt frei und ohne Platine. Soviel Teile sind es ja nicht..Die beiden Elko-Töpfe mit 10000µF 12V sind hier noch nicht angeschlossen. Dies erfolgte erst später zu Realisierung der Beheizung der 6SLN7 in Gleichspannung.


TS4

Alles an Schaltungen kann man aus dem reichhaltigen Angebotes des Internets entnehmen. Die 807 ist hier als Triode geschaltet (g2 an a). Der Ausgangsübertrager wurde damals bei BTB-Elektronik käuflich erworben (M74er Kern) und ist in 5,2k (ursprünglich für EL84.) Aber der Arbeitspunkt bei 250V und 35mA entspricht nahezu dem Kriterium. Der Klang entspricht der beschriebenen 'Vorahnung', ein toller Amp mit schönem Leuchtbild. Einzig eine strombegrenzende Gegenkopplung wurd durch Weglassen des Ck am Kathodenwiderstand der 6SL7 eingesetzt. Dadurch entseht ein sehr räumlicher, warmer, tiefenbetonter Klang, der sich irgendwo zwischen Trioden- und Pentodenklang wiederfindet... Toll !!